Christian Dröge
IT-Consulting mit Schwerpunkt Business Analysis und Requirements Engineering für Datenmanagement und Business Intelligence

Welche Rollen gibt es in IT-Projekten?

Aus den 5 Prozessen des klassischen Vorgehens (Analyse, Konzeption, Umsetzung und Test sowie dem übergreifenden Projektmanagement) eines IT-Projektes ergeben sich für ein Projektteam grundsätzlich 5 Rollen:

·        Projektmanager

·        Business Analyst bzw. Requirements Engineer

·        Architekt

·        Entwickler

·        Tester

Der Projektmanager verwaltet die Aufgaben (Meilensteine) und Ressourcen (z.B. Personal) des Projekts, um das Ziel innerhalb der Zeit- und Kostenvorgaben mit der gewünschten Qualität zu erreichen (Projektplan: Wer, wann, was?).

Der Business Analyst bzw. Requirements Engineer identifiziert, analysiert, dokumentiert und verwaltet die Anforderungen, die umgesetzt (Aufgaben) werden müssen, um das Projektziel zu erreichen (Anforderungsspezifikation: Was?).

Der Architekt konzipiert basierend auf den ermittelten Anforderungen die technische Lösung (Technisches Konzept: Wie?).

Der Entwickler setzt das Lösungskonzept des Architekten um (Individualsoftware) bzw. konfiguriert/integriert die Systemlösung (Standardsoftware) in die Systemlandschaft.

Der Tester testet die Lösung, ob diese den Anforderungen und der Konzeption entspricht (Testergebnis/Abnahme der Lösung).

Diese Rollen können in einem kleinen Projekt (z.B. Excel-Anwendung, Webseite, etc.) von einem einzelnen IT-Consultant und in einem großen klassischen Projekt („Wasserfall“-Vorgehensweise) von mehreren Personen übernommen werden.

In einem agilen Projekt (z.B. Scrum) gibt es auch den Bedarf an den gleichen Rollen.

Bei Scrum z.B. gibt es aber einen Product Owner, der die Rolle des Anforderungsverwalters (Business Analyst/Requirements Engineer-Skills erforderlich) übernimmt, und einen Scrum Master, der die Rolle des Teambetreuers (Projekt Manager-Skills erforderlich) übernimmt. Des Weiteren benötigt das Scrum-Team auch Analysten, Architekten, Entwickler und Tester.

Andere wichtige Rollen wie IT-Manager, Administrator und Support (Helpdesk) sind nicht im Projekt tätig sondern sind für den Betrieb der fertigen Lösung und für die IT-Landschaft allgemein verantwortlich.


Weitere Details (Skills) zu den Rollen im IT-Projekt

IT-Consultant: Der IT-Berater hat idealerweiser Wirtschaftsinformatik studiert und berät den Kunden die richtige Lösung mit der passenden IT-Strategie zu wählen, um die Ziele des Kunden zu erreichen.

Er ist ein Allrounder (Wirtschaft, IT und Methodik) und hat sich durch Fortbildungen und Projekterfahrungen bestenfalls spezialisiert (z.B. Netzwerke, Hardware, Software, Datenbanken, IT-Sicherheit, etc.), denn es ist unmöglich alles (Branchen, Technologien, Methodik, usw.) gut und auf den neuesten Stand zu können.

Er benötigt wegen dem direkten Kundenkontakt gute Soft Skills, um z.B. den Kunden auf Augenhöhe (Geschäftsführer bzw. Abteilungsleiter) kompetent zu beraten, Konzepte zu präsentieren und Workshops zu leiten.

Mit Hilfe seines wirtschaftlichen Backgrounds und der passenden methodischen Vorgehensweise kann er den Kunden weitreichend unterstützten, um die geeignete Lösung zu ermitteln und umzusetzen.

IT: ***

Methodik: ***

Business: ***

Soft Skills: ***


Projektmanager: Der Projektmanager ist für die operative Planung und Steuerung des Projektes verantwortlich. Je nach Projektart ist er in diesem Zusammenhang für das Erreichen von Sach-, Termin-, Kosten- bzw. Ausbildungszielen im Rahmen des Projekts zuständig. Im Bereich der Planung legt er Ziele sowie benötigte Ressourcen für deren Erreichung fest.

Er hat idealerweise Wirtschaftsinformatik studiert und kann als ITler ungefähr einschätzen, wie lange bestimmte Gewerke dauern könnten und somit kostet.

Neben klassischen Projekten (PRINCE2, V-Modell XT, PMP) muss sich der Moderne Projektmanager sich mit agilen Vorgehensweisen (z.B. Scrum, Kanban, etc.) beschäftigen, wo es z.B. statt dem Projektmanager den Scrum Master (Moderator und Vermittler zwischen den verschiedenen Rollen und sorgen, dass der Entwicklungsprozess nicht abbricht) und Product Owner (Management des Product-Backlogs, Wertmaximierung des Entwicklungsteam, Übernahme der Rechenschaft) gibt.

IT: **

Methodik: ***** (PRINCE2, V-Modell XT, PMP)

Business: ** 

Soft Skills: *****


Business Analyst: Der Business Analyst ist ein Problemlöser, der in IT-Projekten zwischen Fachbereich und IT vermittelt. Deshalb hat der Business Analyst idealerweise Wirtschaftsinformatik studiert, damit er in beiden Welten respektiert wird und Lösungen konzipieren kann. Er identifiziert und analysiert fachliche Problemstellungen (z.B. Geschäftsprozesse), ermittelt, formuliert und verwaltet die Anforderungen (Requirements Engineering) und prüft ob die Umsetzung die Ziele auch erfüllen.

Da er in Projekten ständig mit Stakeholder kommunizieren muss, benötigt er sehr gute Soft Skills (Interviews, Workshop, Vorträge, etc.).

Er muss sehr verständlich spezifizieren und explizit dokumentieren können (z.B. Business Case, Lasten- und Pflichtenhefte, etc.), damit die Lösung vollständig und keine Fehler hat.

Aus diesem Grund ist Expertise in Methodik (z.B. BPMN) wichtiger als Kenntnisse in IT und Business (z.B. Branchenkenntnisse).

IT: ** 

Methodik: ***** (IIBA, IREB)

Business: ****

Soft Skills: *****

 

Requirements Engineer: Der Requirements Engineer ermittelt, formuliert und verwaltet die Anforderungen in einem IT-Projekt (Anforderungsanalyse und -management).

Er beschäftigt sich tiefer mit den Anforderungen als der Business Analyst und ist in der Methodik technischer (z.B. UML, ERM, etc.).

Ansonsten ähnelt die Rolle dem Business Analysten sehr und benötigt die gleichen Skills.

IT: *** 

Methodik: ***** (IREB)

Business: **

Soft Skills: ****


Architekt: Der Architekt konzipiert basierend auf den Anforderungen (z.B. Pflichtenheft) die Architektur bzw. IT-Lösung im Detail.

Er hat idealerweise Informatik studiert, selber als Entwickler gearbeitet und langjährige Projekterfahrung.

Ein IT-Architekt plant und definiert IT-Infrastrukturen anhand bestehender Prozesse und Workflows. Neben der Soll-Ist-Analyse, gehört die Prüfung der Umsetzbarkeit der Integration neuer Lösungen in die Unternehmensarchitektur zu seinem Aufgabenbereich.

Der Architekt beschäftigt sich z.B. mit SOA, Microservices, TOGAF, Cloud, ESB und EAI.

IT: *****

Methodik: ***** (TOGAF, ITIL)

Business: *

Soft Skills: ***


Entwickler: Der Entwickler hat idealerweise Informatik studiert und setzt das Konzept des Architekten sowie die Spezifikation des Business Analysten bzw. Requirements Engineers um.

Er kann von allen Rollen am besten programmieren.

Er hat sich bestenfalls auf 1-2 Programmiersprachen (z.B. Java, JavaScript, Python, PHP, COBOL oder C#.Net) und einem Technologiebereich (z.B. Web, Datenbank, Frontend, etc.) spezialisiert.

IT: *****

Methodik: ***

Business:

Soft Skills: **


Tester: Der Tester führt die grundlegenden Tätigkeiten des Testens (Testanalyse, -design, -realisierung, - durchführung und -bewertung) für ein begrenztes Testfeld (Teststufe, Domäne) selbständig nach Anweisung durch.

Er hat idealerweise Informatik studiert.

Neben dem Tester gibt es weitere Basisrollen wie Test-Analyst (fachliche Testspezifikation), Test-Designer (technische Testspezifikation und Testrealisierung) und Test-Manager (Testplanung, Teststeuerung, Testreporting und Testprojektabschluß) und Spezialisierungen auf Sondertest, Testdaten, Testumgebung und Testautomatisierung.

IT: **

Methodik: ***** (ISTQB)

Business: **

Soft Skills: **

 

 
 
 
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